| Kurzbeschreibung |
Im Rahmen der Vergleichsuntersuchungen zu Stamm- und Rindenschutzmethoden für Hochstämme haben sich neben der Schilfrohrmatte weitere Materialien als grundsätzlich geeignet erwiesen. Dazu zählen variable Matten aus verschiedenen Naturstoffen, wie Weidenruten, Tonkin- und Holzstäben sowie Kokosfasern. Die getesteten Produkte sind bei richtiger Verwendung zum einen als langlebiger mechanischer Stamm- und Verbissschutz effektiv einsetzbar. Zum anderen können sie die junge Rinde, insbesondere an vollsonnigen windstillen Tagen, während des gesamten Jahres vor großen Temperaturschwankungen schützen. Voraussetzung ist ein fachgerechter Einbau, der den Stammbereich von Jungbäumen für mehrere Jahre locker umhüllt und deshalb je nach Zuwachs auch erweiterungsfähig sein muss. Die Einbauhöhe der Fabrikate sollte sich an der Stammhöhe orientieren. Um den tatsächlich gefährdeten Rindenbereich zu schützen, müssen die Materialien mindestens bis 0,50 m unter den Kronenansatz reichen. Diese Forderung können zurzeit nur wenige Fabrikate erfüllen. Die bisher geprüften Kunststoffgeflechte besitzen zu große Maschenweiten, sodass sie als Rindenschutz für Straßenbäume entbehrlich sind. |